Drucken12.01.2012
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Die Medizinische Fakultät unterhält seit vielen Jahren die beiden Forschungsschwerpunkte "Immunologie einschließlich Molekulare Medizin der Entzündung" und "Neurowissenschaften". Ihr weiterer Ausbau wird in enger Zusammenarbeit mit dem ortsansässigen "Leibniz-Institut für Neurobiologie" (IfN) Leibniz-Institut für Neurobiologie (IfN), dem Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme (MPI) und anderen beteiligten Fakultäten der Universität konsequent fortgesetzt.
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Immunologie einschließlich Molekulare Medizin der Entzündung
Im Zentrum der Forschung des immunologischen Forschungsschwerpunktes stehen die beiden Themenkomplexe:
Dem ersten Themenkomplex liegt das Konzept zugrunde, dass zelluläre Aktivierungs- und Differenzierungsprozesse in physiologischen und pathophysiologischen Situationen durch hochkomplexe molekulare Netzwerke gesteuert werden, die experimentell entschlüsselt werden sollen. Hierdurch sollen Erkenntnisse über die Mechanismen, die unter physiologischen Bedingungen zelluläre Reaktionen steuern, die Ursachen zellulärer Fehlsteuerungen in Krankheitssituationen sowie zur Entwicklung neuer Therapieoptionen, gewonnen werden.
Die experimentell gewonnenen Ergebnisse fließen unmittelbar in die systembiologische Forschung des immunologischen Schwerpunktes ein. Diese verfolgt das Ziel, die Funktionsweise signalübertragender Netzwerke mathematisch darzustellen und abzubilden. Dabei soll nicht nur ein umfassenderes Wissen über die Zelle als biologisches System gewonnen werden, sondern es sollen auch neue Optionen zur Beeinflussung zellulärer Prozesse in Krankheitssituationen gefunden werden.
Neurowissenschaften
Der neurowissenschaftliche Forschungsschwerpunkt verfolgt vier Forschungsrichtungen:
Die humanexperimentell-klinische Hirnforschung widmet sich der Analyse höherer Hirnfunktionen mithilfe von bildgebenden und elektrophysiologischen Verfahren.
Die tierexperimentell-systembiologisch ausgerichteten Arbeitsgruppen befassen sich überwiegend mit Lernprozessen und deren Modulierbarkeit durch Umweltfaktoren, durch positive oder negative Verstärkungsmechanismen sowie durch elektrische Stimulation und erforschen Plastizität bei physiologischen und pathophysiologischen Prozessen.
Der Forschungsbereich Molekular-zelluläre Neurobiologie arbeitet zum einen unter Verwendung adäquater Modellsysteme an molekularen und zellulären Mechanismen der Neuroplastizität als Grundlage für Lern- und Gedächtnisprozesse. Er fokussiert dabei auf die Aufklärung von Basis-Mechanismen von Neurotransmission, Neuromodulation und zugrundeliegende intrazelluläre Signaltransduktion. Zum anderen untersucht er grundlegende Prozesse neurodegenerativer Erkrankungen und neuroprotektive Mechanismen.
Der Bereich Neuromodeling befindet sich im Aufbau. In ihm sollen insbesondere Prozesse untersucht werden, die die Verarbeitung eingehender elektrischer Informationen in neuronalen Netzwerken darstellen (Bernsteingruppe Computational Neuroscience).
Forschungsverbünde
Die beiden Forschungsschwerpunkte der Medizinischen Fakultät wurden und werden u. a. durch folgende Verbundforschungsstrukturen getragen:
Eine großzügige Geräteausstattung, fakultätseigene Serviceeinheiten und ein moderner Tierhaltungsbereich erlauben es, an der Medizinischen Fakultät Forschung auf internationalem Spitzenniveau zu betreiben.
Nach umfassenden Umbau- und Sanierungsarbeiten am Haus 1, dem ältesten Gebäude auf dem Medizincampus, steht ab dem IV. Quartal 2010 eine hochmoderne Forschungsstätte zur Verfügung. Das synergetische Miteinander der verschiedenen Forschergruppen aus Kliniken und Instituten in diesem Gebäude wird die Forschungsschwerpunkte der Universitätsmedizin Magdeburg weiter stärken.
Vorhandene Kooperationen
Kontakt: Referat für Forschung