Forschung
Im Mittelpunkt der gegenwärtigen Forschungsvorhaben stehen Schutz-, Reparatur- und Regenerationsmechanismen muköser Epithelien, d.h. von Schleimhäuten und ihren Drüsen. Das wissenschaftliche Hauptinteresse fokussiert sich dabei besonders auf den Gastrointestinaltrakt; außerdem werden die Speicheldrüsen und der Tracheobronchialtrakt untersucht. Diese Studien erfolgen in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen klinischen Einrichtungen und können so auch Fragestellungen aus dem klinischen Alltag aufgreifen. Damit fügen sich diese Projekte in den wissenschaftlichen Schwerpunkt der Medizinischen Fakultät "Immunologie einschließlich Molekulare Medizin der Entzündung" ein.
- Protektion muköser Epithelien durch die Mukusbarriere
- Mukosale Reparatur durch Restitution
- Schlüsselrolle von luminalen TFF-Peptiden bei der Reparatur einer Mukosaläsion durch Restitution.
- Mukosale Regeneration durch Differenzierung von Stamm- und Vorläuferzellen
In weiteren Projekten werden Remodellierungsvorgänge besonders bei entzündlichen Erkrankungen der Atemwege untersucht. Dabei kommt es zu histologischen Veränderungen, die zu einer typischen Überproduktion von Mukus und in der Folge zu schweren Beeinträchtigungen der Lungenfunktion führen (z.B. bei Asthma, Cystischer Fibrose, COPD). In einem murinen Asthmamodell konnte in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin zum ersten Mal gezeigt werden, daß trans-differenzierende Clarazellen spezifisch TFF1 exprimieren (Kouznetsova et al 2007a). Gegenwärtig wird deshalb eine autokrine Funktion von TFF1 für Remodellierungsvorgänge der Lunge diskutiert (Übersicht: Hoffmann 2007).
Weitere Forschungsthemen
- Untersuchungen zur cerebralen Synthese und Funktion von TFF-Peptiden (Hinz et al. 2004)
Methoden/Ausstattung
- Leistungsfähige Laboratorien für molekular- und zellbiologische sowie biochemische Arbeiten
- Histologisches Labor zur Lokalisation spezifischer Proteine und Nukleinsäuren (inklusive Lasermikrodissektion)
- Zellkulturlabor: u.a. verschiedene Zellmigrationsmodelle