Institut für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie mit Blutbank
Wissenswertes
Mehr als 4 Millionen Blutkonserven werden jährlich in Deutschland benötigt, davon allein mehr als 18.000 für die Versorgung der Patienten der Magdeburger Uniklinik.
Blut lässt sich - trotz aller Fortschritte in der Medizin - nicht künstlich herstellen.
Nur durch die Bereitschaft der Bevölkerung zur Blut- oder Plasmaspende sind wir in der Lage, tagtäglich die oft lebensrettenden medizinischen Behandlungen durchzuführen, die mit der Gabe von Blutkonserven bzw. anderen Blutprodukten verbunden sind. Ca. 70% aller Bundesbürger benötigen mindestens einmal in ihrem Leben Blut oder Blutprodukte.
Ein kleiner Pieks kann Leben retten!
Blut - ein ganz besonderer Saft!
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Vier bis sechs Liter Blut fließen in einem gesunden Erwachsenen. 45% davon machen feste Zellen aus - die Blutkörperchen. Es werden rote Blutkörperchen (Erythrozyten), weiße Blutkörperchen (Leukozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten) unterschieden. Der flüssige Bestandteil des Blutes - das Blutplasma - besteht zu 90% aus Wasser und den darin gelösten Nährstoffen.
Der Bedarf an Blut und Blutprodukten steigt ständig. Viele Operationen können ohne die benötigten Blutkonserven nicht durchgeführt werden. Unfallopfer sind auf die schnelle Hilfe durch Bluttransfusionen angewiesen. Patienten benötigen dringend Medikamente, die aus Blutplasma hergestellt werden.
Ca. 70% aller Bundesbürger benötigen mindestens einmal in Ihrem Leben Blut oder Blutprodukte!
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Plasma
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Sie sieht eher unscheinbar aus, diese klare gelbliche Flüssigkeit und doch hat sie es in sich. Das etwa zu 91% aus Wasser bestehende Blutplasma enthält neben einem geringen Anteil an Nährstoffen, Hormonen, Mineralien und anderen Transportstoffen noch über 120 verschiedene Eiweißstoffe oder Proteine mit jeweils speziellen, oftmals lebenswichtigen Funktionen - sei es bei der Blutgerinnung, beim Transport verschiedener Stoffe oder bei der Infektabwehr.
Zu den bekanntesten Medikamenten, die aus Blutplasma gewonnen werden, zählen die Gerinnungsfaktor-Präparate. Dazu gehören z.B. Gerinnungsfaktor VIII-Präparate zur Behandlung der Hämophilie A oder Gerinnungsfaktor-Konzentrate wie z.B. Fibrinogen, Thrombin oder Fibrinkleber.
Weitere wichtige Plasmapräparate sind das lebensrettende Albumin sowie die aus Blutplasma gewonnenen Immunglobuline.
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Stammzellen
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Jährlich erkranken in Deutschland mehrere tausend Kinder und Erwachsene an bösartigen Blutkrankheiten, wie z.B. Leukämien. Nach einer medikamentösen Behandlung (Chemotherapie) ist für zahlreiche Patienten die Übertragung von Blutstammzellen aus dem peripheren Blut (Blutstammzelltransplantation) oder aus dem Knochenmark (Knochenmarktransplantation) die einzige Heilungsmöglichkeit.
Die Blutstammzelltransplantation ist heute nicht nur bei der Therapie von Leukämien ein fester Bestandteil der Behandlung, sondern hat auch eine zunehmende Bedeutung bei der Therapie anderer System- und Tumorerkrankungen.
Voraussetzung für die Durchführung einer Stammzell- bzw. Knochenmarktransplantation ist ein gesunder Stammzell- bzw. Knochenmarkspender, der eine Übereinstimmung der HLA-Gewebemerkmale (HLA - Humane Leukozyten Antigene) mit dem Patienten aufweist.
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