Referenzzentrum für Hirntumoren
an der Universitätsklinik für Neurochirurgie Magdeburg
Das Referenzzentrum für Hirntumoren wurde zusammen mit dem Referenzzentrum für Wirbelsäulenchirurgie Sachsen-Anhalt von den Ärzten der Universitätsklinik für Neurochirurgie der Medizinischen Fakultät Magdeburg 2010 als zentralen Bestandteil eines eingetragenen Vereins gegründet.
Wesentliches Ziel des Referenzzentrums für Hirntumoren
Das Referenzzentrum für Hirntumoren wurde als wissenschaftliche Interessengemeinschaft an der Universitätsklinik für Neurochirurgie in Magdeburg eingerichtet wegen des hohen Patientenaufkommens mit Hirntumoren und der hohen Konzentration an wissenschaftlichen Kliniken, Instituten, Einrichtungen, Arbeitsbereichen, Abteilungen, die auf die Behandlung von Hirntumoren spezialisiert sind. Es soll eine Hilfe darstellen für betroffene Patienten und zuweisende Ärzte. Das Universitätsklinikum verfügt über leistungsfähige Kliniken und Institute für die Behandlung von Patienten mit Hirntumoren, spezialisierte klinische Laboratorien, Neuroradiologie, Neuropathologie, Strahlen- und Chemotherapie und spezielle Neurorehabilitationen sind in Magdeburg verfügbar. Seit Jahren wurden experimentelle und klinisch wissenschaftliche Arbeiten aus der Universität Magdeburg veröffentlicht. Das Referenzzentrum für Hirntumoren soll für Patienten mit Hirntumoren eine Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten schaffen.
Diagnose der Hirntumoren
Besonders häufig vorkommende Hirntumoren in der Universitätsklinik für Neurochirurgie Magdeburg sind die Meningeome, Glioblastome, Hirnmetastasen, Hypophysentumoren und Akustikusneurinome. Für die Diagnose steht ein optimal ausgerüstetes Institut für Neuroradiologie zur Verfügung mit speziellen Möglichkeiten der Kernspintomographie und der Angiographie des Nervensystems. Die intraoperative Kernspintomographie bei insbesondere stereotaktischen Eingriffen ist jederzeit im Institut für Neuroradiologie möglich.
Die spezifischen laborchemischen Untersuchungen der Hirntumoren insbesondere bei den Hypophysentumoren, Missbildungstumoren sind werktäglich verfügbar und werden durch das Institut für klinische Labormedizin sichergestellt.
Therapie der Hirntumoren
Die operative Therapie der Hirntumoren erfordert vor allem Operateure mit großer Erfahrung und Geschick. Darüber hinaus sind für diese Operationen auch höchste technische Anforderungen zu stellen. Auf diese Arbeitsbedingungen ist die Universitätsklinik für Neurochirurgie besonders spezialisiert mit intraoperativer Fluoreszenzmikroskopie, Neuronavigation und Sonographie, Cusagerät, elektroneurophysiologischen Überwachungsmöglichkeiten, stereotaktischen Methoden, intraoperativer Röntgendurchleuchtung, ggf. mit Angiographie sowie Kernspintomographie in Zusammenarbeit mit dem Institut für Neuroradiologie.
Postoperative Behandlung der Patienten mit Hirntumoren
Die unmittelbare Nachbehandlung im Anschluss an die Operation am Gehirn erfordert die gleiche Sorgfalt wie die Operation selbst. Sie wird durch die neurochirurgisch geleitete Intensivstation sicher gestellt. Hierbei wird gewährleistet, dass immer besonders geschultes Pflegepersonal am Bett den Patienten Tag und Nacht überwachen kann, um Gefährdungen so früh wie möglich erkennen zu können und Komplikationen so zu vermeiden. Die weniger gefährdeten, nicht mehr beatmungspflichtigen Patienten werden zur Überwachung auf der neurochirurgischen Allgemeinstation betreut. Das bei der Operation entnommene Tumorgewebe wird im Institut für Neuropathologie untersucht, das Ergebnis ist ausschlaggebend für die weiteren Empfehlungen zur Behandlung, die auf Wunsch des Patienten mit Vertretern der Klinken für Neurologie, Strahlentherapie, Onkologie, Endokrinologie und ggf. Pädiatrie abgesprochen werden.
Wissenschaftliche Studien
Mehrere wissenschaftliche Projekte befinden sich in der klinischen und experimentellen Phase. Themen, an denen geforscht wird, sind die Möglichkeit der Beeinflussung des Wachstums von Meningeomen, die Förderung der körpereigenen Abwehr gegen Hirntumoren, Entwicklung geeigneter Impfungen gegen Hirntumoren, Untersuchungen von Medikamenten zur Hemmung des Tumorwachstums und Untersuchungen der Wachstumsbedingungen und Formen der unterschiedlichen Geschwulstarten.
Arbeitsgruppe Hirntumoren
Die Arbeitsgruppe wird geleitet durch Prof. Dr. med. R. Firsching. Weitere Mitglieder des Arbeitskreises sind der leitende Oberarzt Privat-Dozent Schneider, OA Dr. Class, Dr. Völlger und Herr Tapia. Die chemotherapeutische Sprechstunde wird betreut durch Frau Kohl.
Kontakt:
Refrenzzentrum für Hirntumoren
Klinik für Neurochirurgie
Leipziger Str. 44
39120 Magdeburg
Telefon: 03916715534 Fax: 03916715544
News
Einladung zum Familienfest
Die Uni veranstaltet ein Familienfest am Samstag, 2. Juni 2012, von 14.30 bis 18 Uhr auf dem Uni-Campus ein. Angehörige der Otto-von-Guericke-Universität mit ihren Familie sind herzlich willkommen.
mehr