Forschung
„Besonders am Herzen liegt mir die Zukunft der Neurowissenschaften in Magdeburg[…] „ unterstrich Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff zu seinem Amtsantritt im Mai 2011. Das ist eine große Anerkennung und eine Zusicherung der Unterstützung für ein Forschungsbereich, der seit dem Bestehen der medizinischen Akademie Magdeburg (1954) zu den profilbestimmenden Forschungsschwerpunkten gehört.
Die Klinik für Neurologie und die Klinik für Stereotaxie ist eingebunden in regionale und überregionale Forschungsverbände, wie das Center for Advanced Imaging (CAI) und Center for Behavioral Brain Sciences (CBBS). Diese Verbünde haben eine große Bedeutung im Bezug auf die Entwicklung des Neurostandorts, denn durch Forschungsprojekte mit interdisziplinärer Zusammenarbeit in Bezug auf humanexperimentelle, tierpysiologische und molekularbiologische Ansätzen konnte sich in Magdeburg in ein renomiertes Kompetenzzentrum entwickeln.
Das Center for Advanced Imaging ist gemeinsames neurowissenschaftliches Forschungszentrum der Universitätsklinik für Neurologie Magdeburg (koordinierendes Institut), dem Zentrum für Neurowissenschaften (ZeN) und dem Hansewissenschaftskolleg Delmenhorst zum Kompetenzzentrum für Neurowissenschaften entwickelt. Das CAI verfügt über umfangreiche Bildgebungslabors, darunter Kernspintomographen für funktionelle und spektroskopische Untersuchungen am Menschen (1.5 T, 3x 3T, 7T) und an Tieren bzw. an Gewebe (2x4.7 T, 2x8.4T, 14.1T) sowie ein Ganzkopf-MEG-Gerät mit integriertem EEG (248/96 Kanäle). Wissenschaftlich konzentriert sich das CAI auf die Untersuchung von Kontrollmechanismen höherer Hirnfunktionen in folgenden drei Bereichen: Visuelle und akustische Perzeption und Selektion, Gedächtnis, Handlungskontrolle und Entscheidungen.
Beim Center for Behavioral Brain Sciences (CBBS) handelt es sich um ein Netzwerk, das zur besseren Nutzung der Synergieeffekte der facettenreichen Forschungslandschaft, das 2007 ins Leben gerufen wurde. CBBS ist eine fakultätsübergreifende Forschungsstruktur, zu der auch die Universitätsklinik für Neurologie gehört. Aus der CCBS sind inzwischen drei von der Deutschen Gemeinschaft geförderte Sonderforschungsbereiche sowie ein Graduiertenkolleg hervorgegangen. Zu den Kooperationspartner gehören neben dem Leibniz-Institut für Neurobiologie auch Fakultäten für Naturwissenschaften, zunehmend an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik in Kooperation mit dem Fraunhofer Institut für Fabrikbetrieb und Automatisierung (IFF), dem Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme (MPI), sowie kleinere Unternehmen und Ausgründungen im Umfeld der Universität.
Neben dem Thema Gedächtnis und Lernen befasst sich das CBBS mit dem Thema Neuroprothetik, die sich mit neurowissenschaftlich -technischen Entwicklungen befassen. Ziel dieses Bereichs ist es neuronal bedingte motorische oder sensorische Funktionsstörung zu kompensieren bzw. zu ersetzen. Eine Arbeitsgruppe befasst sich mit der Untersuchung der neurobiologischen Mechanismen. Die Forscher gehen der Frage nach, welche Hirnareale in welcher Reihenfolge in welcher Weise aktiv sind.
Neben den regionalen und überregionalen Verbünden unterhält die Klinik für Neurologie und Klinik für Stereotaktische Neurochirurgie zahlreiche Forschungskooperationen mit internationalen Gruppen, darunter das
- Institute of Cognitive Neuroscience (ICN), University College of London UK (Prof. Driver).
Dieses Projekt untersucht multimodale (auditorisch-visuell) Aufmerksamkeitsprozesse mit fMRI und EEG/MEG. - Functional Imaging Lab (FIL), University College of London UK (Prof. Dolan)
Prof. Düzel aus unserer Klinik hat eine eigene Arbeitsgruppe am FIL. Zusammen mit Londoner Kollegen führt er fMRI-Experimente durch, um Interaktionen zwischen Emotion, Gedächtnis und Belohnung sowie deren Bezug zu dopaminergen Hirnstrukturen zu analysieren.Daten entwickelt. - Center for Neuroscience, UCSD/California (Prof. Hillyard) Leibniz Chair. Es werden objektbasierte räumliche Aufmerksamkeitsprozesse bei gesunden Erwachsenen und bei Patienten analysiert.
Mehr zu diesem Thema auf der Seite nationale und internationale Kooperationen.
Ein weiterer Meilenstein und von herausragender Bedeutung für die Neurobiologische Forschung stellt die Gründung des DZNE Magdeburg im Jahre 2009 dar, das einer von acht deutschlandweiten Helmholtz-Forschungszentren im Bereich der Degenerativen Forschung angehört. Die Gründung des DZNE hat eine kompetitive Vorgeschichte mit mehrstufigen Auswahlverfahren an der 23 Universitäten teilnahmen. Ziel der Forschung ist es neue Präventionsmaßnahmen und Therapieverfahren gegen Demenz zu finden die pro Jahr 200.000 Neuerkrankungen verzeichnet.
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Veranstaltungen im Mai 2012
Im Mai finden mehrere Veranstaltungen statt. Mehr Informationen finden Sie unter dem Menüpunkt "Aktuelles und Veranstaltungen/Veranstaltungen"
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