Tausende protestierten in Magdeburg gegen den Sparkurs

Mit den von der Landesregierung geplanten drastischen Kürzungen im Hochschulbereich kann eine Abwärtsspirale in Gang gesetzt werden, die Sachsen-Anhalt und Magdeburg im Bereich Forschung, Entwicklung und Lehre unattraktiv macht und dauerhaft schwächt. Um die pauschalen Kürzungspläne einschließlich der Universitätsmedizin zu verhindern, riefen Mitarbeiter und Studierende der  Otto-von-Guericke-Universität, der Hochschule Magdeburg-Stendal  und des Universitätsklinikums Magdeburg A.ö.R. am 29. Mai 2013 zusammen mit Oberbürgermeister  Dr.   Lutz   Trümper  zu einer gemeinsamen Demonstration unter dem Motto "Magdeburg will's wissen" auf.

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Wie ging es nach der Demonstration weiter?

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Studierende, 

nach  unserem „Offenen  Brief der Universitätsmedizin Magdeburg zur Sparpolitik der Landesregierung“ aus Anlass der ab 2014  angekündigten Kürzungen im Hochschulbereich einschließlich der Universitätsklinika haben  44.355  Bürgerinnen und Bürger mit ihrem persönlichen Eintrag in Unterschriftslisten und 39.733  Unterzeichner der Online-Petition ihre Unterstützung zum Ausdruck gebracht. Bei der Online-Petition sind Unterschriften aus dem gesamten Bundesgebiet eingegangen, darunter 25.512 Unterzeichner aus Sachsen-Anhalt. Die detaillierte Verteilung können Sie unter folgendem Link einsehen:  https://www.openpetition.de/petition/online/otto-studiert-medizin-zur-sparpolitik-der-landesregierung 

Diese insgesamt 84. 088 Unterschriften wurden am 10. Juli 2013 dem Landtagspräsidenten vom Rektor der OVGU, dem Dekan und Prodekan für Struktur der Medizinischen Fakultät, dem Ärztlichen Direktor des Universitätsklinikums, den Personalräten der OVGU und des Universitätsklinikums A.ö.R., Vertretern der Studierenden sowie der IG Innenstadt überreicht,  bevor im Landtag die Parlamentarier über Schlussfolgerungen aus dem Gutachten des Wissenschaftsrates zur Weiterentwicklung des Hochschulsystems Sachsen-Anhalts und über die Sicherung der Rahmenbedingungen für Hochschulen in Sachsen-Anhalt sowie über die aufgabengerechte Finanzierung der Universitätsklinika durch die Krankenkassen debattiert haben.

Wir bedanken uns für die überwältigende Solidaritätsbezeugung bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Studierenden, Bürgerinnen und Bürgern, bei Unternehmen und Einrichtungen, insbesondere der IG Innenstadt Magdeburg  - Sie haben auf diese Weise Ihre Verbundenheit  gezeigt und damit auch Ihr Unverständnis für die angekündigten Kürzungen der Mittel für die Hochschulen unseres Bundeslandes einschließlich der Universitätsmedizin zum Ausdruck gebracht. 

Für die anstehende Haushaltsdebatte des Landtags hoffen wir, dass diese Stimmen gehört werden und das Land unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Wissenschaftsrates eine angemessene und auskömmliche Finanzierung für Forschung und Lehre sowie die erforderlichen Investititonsmittel beschließen wird. Wir werden weiterhin dafür kämpfen, dass die Universitätsmedizin Magdeburg eine attraktiver und moderner Standort bleibt!

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Hermann-Josef Rothkötter
Dekan der Medizinischen Fakultät

Letzte Änderung: 24.05.2019 - Ansprechpartner: Webmaster