Initiative Qualitätsmedizin – das Uniklinikum Magdeburg nimmt teil

27.12.2010 -  

Das Universitätsklinikum Magdeburg beteiligt sich seit diesem Jahr an der Initiative Qualitätsmedizin e.V.. Dieser Verbund von Krankenhäusern hat es sich zum Ziel gesetzt, die Qualität der medizinischen Behandlung in Deutschland weiter zu verbessern und einheitlich offen darzustellen. "Wir werden alle Anstrengungen unternehmen, damit unseren Patienten die bestmögliche Behandlung zuteil wird und sind daher auch dieser trägerübergreifenden Initiative beigetreten", informiert der Ärztliche Direktor des Uniklinikums, Dr. Jan L. Hülsemann. Mit der größtmöglichen Transparenz sollen alle Interessierten die Leistungen einzelner Krankenhäuser einschätzen und deren Bemühungen nachvollziehen können, sich stetig weiter zu verbessern.

Luftbild-Campus2007a-Ausschnitt

Die Transparenz in der Darstellung der Behandlungsergebnisse geht weit über die gesetzlich geforderten Angaben hinaus und ist kombiniert mit einem System des gegenseitigen Helfens und Lernens. Dieses "Lernen von den Besten" - Peer Review genannt - funktioniert in der Praxis durch den gegenseitigen Erfahrungsaustausch unter den Ärzten der teilnehmenden Krankenhäuser über auffällige Behandlungsfälle. Dieses Verfahren, das in der Praxis zunehmend Akzeptanz findet, wird in einer Arbeitsgruppe Peer Review ständig weiter ausgefeilt. Das Universitätsklinikum Magdeburg wird in diesem Gremium durch Prof. Dr. Hans Lippert, Direktor der Chirurgischen Klinik, vertreten.

Regelmäßig bekommen die Teilnehmer der Initiative Qualitätsmedizin eine Mortalitätsstatistik aus den vorhandenen Krankenhausdaten erstellt. "Diese Übersicht stellt bei ausgewählten Erkrankungen, zum Beispiel Herzinfarkt oder Schlaganfall den Anteil der Todesfälle der teilnehmenden Einrichtungen dar", berichtet Dr. Björn Tönneßen, Medizinischer Risikomanager des Magdeburger Unklinikums. "Fällt bei der Datenauswertung zum Beispiel eine deutliche Abweichung zum Durchschnittswert auf, wird ein Peer-Review-Besuch durch Chefärzte anderer teilnehmenden Krankenhäuser mit dem Ziel angeboten, mögliche Schwachstellen im Behandlungsablauf aufzudecken."

Seit der Gründung von IQM im Jahr 2008 haben sich mehr als 120 Krankenhäuser, die jährlich über 1,92 Mio. Patienten stationär versorgen, für diesen Weg der kontinuierlichen Qualitätsverbesserung entschieden. Für die Bundesrepublik Deutschland entspricht dies einem Anteil von über zehn Prozent an der stationären Patientenversorgung.

Informationen unter http://www.initiative-qualitaetsmedizin.de/.

Letzte Änderung: 29.03.2019 - Ansprechpartner:

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