Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

 
 
 
 
 
 
 
 

Einladung zur "Grand Round“

22.02.2012 -

Die Universitätsklinik für Neurologie veranstaltet gemeinsam mit der Universitätsklinik für Stereotaktische Neurochirurgie am 28. Februar 2012 ab 16.30 Uhr eine Grand Round zum Thema „New Therapeutic Aproaches for Epilepsy“ im Hörsaal der Universitätskinderklinik (Haus 10). Mitarbeiter und Studenten der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg sind zum Vortrag des Referenten Prof. Dr. Michael A. Rogawski, University of California, Davis Sacramento, USA, herzlich eingeladen.

Sehr geehrte Kollegen, Mitarbeiter und Studenten,

Epilepsie ist das häufigste chronische neurologische Krankheitsbild. Hauptproblem der medikamentösen Behandlung der Epilepsie ist die Pharmakoresistenz. Einer der Faktoren, die dafür verantwortlich gemacht werden, ist die Bluthirnschranke. Diese behindert den Übertritt der Antiepileptika aus der Blutbahn in das Hirngewebe und damit zur epileptogenen Region. Ein weiterer Punkt, der bei oraler Gabe eines Medikamentes generell zu berücksichtigen ist, sind Nebenwirkungen infolge der Belastung des Gesamtorganismus durch den applizierten Wirkstoff. Bezogen auf die Epilepsiebehandlung geht man davon aus, dass nur ca. 15% - 45% der Patienten von einer medikamentösen Umstellung wirklich profitieren, ohne dass Nebenwirkungen die Lebensqualität beeinträchtigen.

Bei der Behandlung von Hirntumoren gibt es bereits seit längerer Zeit den Ansatz, eine Wirksubstanz über intrakraniell implantierte Katheter direkt in das Tumorgewebe zu infundieren (Convection-Enhanced-Delivery). Dadurch umgeht man die Bluthirnschranke und schont den Gesamtorganismus. Hirntumoren besitzen allerdings im Vergleich zu normalem Hirngewebe bestimmte Gewebeeigenschaften, die eine gleichmäßige Verteilung der Wirksubstanz erschweren, so dass dieses Verfahren noch nicht in der Routine etabliert ist. Bei der Epilepsie hingegen sind Probleme aufgrund struktureller Gewebeveränderungen vernachlässigbar oder nicht vorhanden, so dass die Ausbreitungscharakteristik von Flüssigkeiten oder Molekülen in epileptogenen Hirnregionen nicht beeinträchtigt ist. Außerdem weisen neuere Arbeiten bereits darauf hin, dass anti-iktale Substanzen nach direkter Gabe in das betroffene Hirnareal bei bestimmten Epilepsieformen besonders effektiv ihre Wirkung entfalten können.

Herr Prof. Rogawski, der Referent dieser Grand Round, zu der wir Sie herzlich einladen, ist ein international anerkannter Experte für innovative pharmakologische Therapieansätze in der Epileptologie. Herr Prof. Rogawski ist ausgebildeter Neurologe und Pharmakologe, der zurzeit an der University of California lehrt und zuvor über viele Jahre für die Epilepsieforschung am National Institute of Neurological Disorders and Stroke verantwortlich war. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen in der Untersuchung von Wirkmechanismen (z.B. Neurosteroide, AMPA-Rezeptor-Antagonisten und Brivaracetam, einer Weiterentwicklung des Levetiracetams) und der parenteralen Applikation anti-iktaler Substanzen. In seinem Vortrag wird er hauptsächlich über neue Ansätze zur direkten intrazerebralen Gabe von Wirkstoffen zur Epilepsietherapie sprechen.

  

Prof. Dr. Jürgen Voges, Direktor der Universitätsklinik für Stereotaktische Neurochirurgie

Prof. Dr. Hans-Jochen Heinze, Direktor der Universitätsklinik für Neurologie

Dr. Friedhelm C. Schmitt, Leiter der Epileptologie

 

Leitung: Dr. Friedhelm C. Schmitt, Universitätsklinik für Neurologie

Referent: Prof. Michael A. Rogawski, University of California, Davis Sacramento, USA

 

Die Landesärztekammer (LÄK) Sachsen-Anhalt gewährt zwei Fortbildungspunkte für das Ärztliche Fortbildungszertifikat in der Kategorie A.

 

Kontakt:

Jacqueline Lemme, Tel. 0391/67-14487

Christa Sobetzko, Tel. 0391/67-15001

Universitätsklinikum Magdeburg

Klinik für Neurologie und

Klinik für Stereotaktische Neurochirurgie

Leipziger Str. 44

39120 Magdeburg

Letzte Änderung: 28.01.2013 - Ansprechpartner: Webmaster
 
 
 
 
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