Gemeinsame Stellungnahme zum weiteren Pandemie-Management

24.11.2021 -  

Appell für schnelles, pragmatisches, konsequentes Handeln!

Wir sind äußerst besorgt angesichts des dramatischen Anstiegs der COVID-19 Infektionen und Hospitalisierungen in den letzten Wochen. Die Belastung des Gesundheitswesens und damit auch der Uniklinika als Maximalversorger nimmt stetig zu. Die Versorgungskapazitäten der Intensivstationen sind begrenzt und die Gefahr, dass dessen Grenzen erreicht werden, wird immer konkreter. Die Gefahr steigt, dass andere schwere Erkrankungen nicht rechtzeitig intensivmedizinisch behandelt werden können. Dazu kommen die Überlastung des Personals und durch die Infektionslage bedingte Personalausfälle.

Es gibt die notwendigen Werkzeuge, um diese vierte Welle noch abzumildern und die langfristig notwendige Basisimmunität der Bevölkerung zu erreichen. Dafür müssen diese Werkzeuge schnell, pragmatisch und konsequent eingesetzt werden. Ein unverzügliches Handeln ist erforderlich, Partikularinteressen-getriebene Diskussionen haben jetzt keinen Platz.

Wir empfehlen dringend den Maßgaben der Stufe 2 der Control-COVID-Strategie des RKI zu folgen (2G/3G bzw. 2Gplus). Dies bedeutet konkret die konsequente Einführung von 2G bzw. bei zunehmendem Infektionsdruck auch 2Gplus im Alltagsleben und die Umsetzung von 3G im Bereich von (hoch)schulischer Ausbildung und Beruf sowie die strikte Kontrolle der Einhaltung der Regeln verbunden mit der Sanktionierung von Regelverstößen. Dafür ist es aus unserer Sicht auch zwingend notwendig, ein flächendeckendes Angebot an kostenlosen Testzentren für Bürgerinnen und Bürger vorzuhalten.

Neben den kurzfristig einzuleitenden Maßnahmen müssen wir unbedingt Sorge dafür tragen, dass die notwendige Basisimmunität aufgebaut wird, so dass die vierte Welle nicht in eine fünfte Welle übergeht. Dies kann nur durch eine hohe Impfquote erreicht werden, aber es kann erreicht werden!

Hierzu müssen die Impf-Anstrengungen massiv verstärkt werden, so dass in wenigen Wochen die gesamte Bevölkerung eine Erst-, Zweit- oder Booster-Impfung erhalten kann. Dafür müssen schnell pragmatische Strategien großflächig eingesetzt werden, um die Impfung kurzfristig und niederschwellig zu den Menschen zu bringen bzw. wohnortnah durchgehend verfügbar zu machen. Eine großflächige Impf-Kampagne schützt auch die, die sich bisher nicht impfen lassen können, wie z.B. Kinder unter 12 Jahren.

Die Universitätskliniken stehen zur Unterstützung bereit.

Diese Stellungnahme erfolgt durch:

  • die Fakultätsvorstände der Medizinischen Fakultäten in Magdeburg und Halle (Saale)
  • die Klinikumsvorstände der Universitätskliniken in Magdeburg und Halle (Saale)
  • den Personalrat der Otto-von-Guericke-Universität/Medizinischen Fakultät Magdeburg
  • den Personalrat des Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R.

Letzte Änderung: 24.11.2021 - Ansprechpartner: Webmaster