Kompetenzen im Blick: Einführung PJ-e-Portfolio

23.01.2023 -  

Der Ausbildung im Praktischen Jahr (PJ) des Medizinstudiums kommt eine sehr große Bedeutung zu: Das PJ markiert für die Studierenden den Übergang von vorwiegend theoretischem Studium zur selbstständigen ärztlichen Tätigkeit an Patient:innen. Die Einführung eines PJ-e-Portfolios ab dem PJ-A-Turnus im November 2023 ermöglicht detailliertes Feedback zum individuellen Kompetenzniveau und Leistungstand und unterstützt Studierende somit den eigenen Lernprozess bewusster wahrzunehmen und zu reflektieren. Durch die digitale Bereitstellung des Portfolios wird neben Umweltaspekten auch eine erleichterte Verfügbarkeit für die Studierenden (immer in der Hosentasche dabei) als auch für die PJ-Mentor:innen realisiert, die z.B. im Rahmen der Gesprächsvorbereitung direkt auf die Unterlagen zugreifen können.

PJePortfolio

Der Aufbau des PJ-e-Portfolios. Grafik: Sven Denning

Die Einführung der strukturierten einheitlichen PJ-APT-Logbücher (APT - Anvertraubare Professionelle Tätigkeiten) mit fachspezifischen Anpassungen standardisieren künftig die PJ-Inhalte. Ergänzt werden diese durch die PJ-Fibel. In dieser können den PJ-Studierenden relevante klinikspezifische Informationen bspw. Ansprechpersonen, Abläufe, Strukturen, Krankheitsbilder und Diagnostiken zur Verfügung gestellt werden.

Das PJ-APT-Logbuch dient der Dokumentation des praktischen und theoretischen Wissenszuwachses, der Anregung zur Selbstreflexion, der Strukturierung von Lernzielen, der Stärkung des studentischen Anrechts auf Ausbildung und der Schaffung eines einheitlichen Standards für die Ausbildung im PJ innerhalb der Fachbereiche.

PJ-Studierende sollen mithilfe der PJ-APT-Logbücher und regelmäßigen Gesprächen mit den PJ- Mentor:innen schrittweise lernen, eigene Patient:innen zu übernehmen und zu behandeln. So wird ermöglicht, den Weg zur eigenständigen Patient:innenversorgung in nachvollziehbaren Schritten zu strukturieren.

Die Anvertraubaren Professionellen Tätigkeiten (APTs) sind immer nach demselben Muster aufgebaut: Sie enthalten eine kurze Beschreibung der APT mit den geforderten Supervisionsstufen und das für die erfolgreiche Ausführung vorausgesetzte medizinische Wissen sowie die erforderlichen klinischen Fähigkeiten. Das Konzept erfordert, dass die PJ-Studierenden bei ihrem Tun beobachtet werden (strukturierte Beobachtung), Feedback erhalten und in Ausbildungsgesprächen der Lernfortschritt gemeinsam besprochen wird. Auf dieser Basis können den Studierenden stets weitere Tätigkeiten je nach Supervisionsstufe übertragen werden. Sie bilden damit einen hohen Qualitätsstandard im Praktischen Jahr.

Die Einführung des PJ-e-Portfolios ist ab dem PJ-A-Turnus im November 2023 geplant. Eine erste Informationsveranstaltung für die PJ-Verantwortlichen findet am 9. Februar 2023 statt. Im September ist eine Schulung für alle Beteiligten geplant.

Ansprechpartner:innen für das Projekt sind:

Viktor Subbota, ; 67-24346
Antje Hoffleit, ; 67-25394
Katrin Werwick, ; 67-13077

Antje Hoffleit und Viktor Subbota sind Mitarbeitende im Drittmittelprojekt „TeachMedDig“, welches mit Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt gefördert wird.

Letzte Änderung: 30.01.2023 - Ansprechpartner: Webmaster