UMMD erhält dank regionaler Produktion Mund-Nasen-Schutz-Masken

08.04.2020 -  

Die Universitätsmedizin Magdeburg hat heute im Beisein von Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung, Petra Grimm-Benne, Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration eine Lieferung von Mund-Nasen-Schutz-Masken der Firma Leo System GmbH entgegengenommen.

Der Geschäftsführer Sven Schöppe und der Gesellschafter Carsten Puschendorf übergaben Prof. Hans-Jochen Heinze, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Magdeburg und der Kaufmännischen Direktorin Dr. Kerstin Stachel symbolisch eine Kartonage mit MNS. Die Firma Leo System GmbH wird die Universitätsmedizin mit insgesamt 14.000 Stück beliefern.

Der riesige Vorteil des mit permanenter Barrierewirkung ausgestatteten MNS liegt insbesondere darin, dass er vom Vertragspartner Textilservice (hier: Elis in Zerbst) regional wiederaufbereitet werden kann und man mit diesem MNS etwa 60 Zyklen erreicht. „Dies ist gegenüber Einwegmaterial nachhaltiger und in Krisenzeiten hat man keine Beschaffungsprobleme, da der Bestand ggf. höchstens etwas aufgestockt werden muss“, so Sven Schöppe und Carsten Puschendorf. Am 01.04.2020 gab es vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte die Sonderzulassung als medizinischer Mund- Nasenschutz in Mehrwegausführung.

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 ist die Schutzausrüstung besonders wichtig, um die Patienten sicher behandeln zu können, denn nicht immer kann in patientenrelevanten und patientennahen Bereichen der Mindestabstand von 1,50m zwischen zwei Personen eingehalten werden. Nach Ansicht des Robert-Koch-Instituts (RKI) könnte eine Maske das Risiko einer Übertragung von Viren auf andere mindern und vor allem auch für Menschen ohne Symptome sinnvoll sein. Auch in Krankenhäusern nimmt der MNS gegen die Verbreitung des Coronavirus Sars-Cov-2 eine wichtige Rolle ein.

Inzwischen ist die Anfrage nach MNS weltweit rasant gestiegen, nachdem die Lieferketten, nach Sperrung von Hauptproduktionsstandorten in China, teilweise zusammengebrochen und die Lieferanten nicht mehr lieferfähig sind. Dadurch ist ein regelrechter Kampf um das Produkt entstanden. Um die dringend benötigte Versorgung mit MNS zu gewährleisten hat der Klinikumsvorstand der Universitätsmedizin eine Sonderzulassung mit den gemeinsamen Partnern vom Verein Mittelständischer Dienstleistungsunternehmen e.V. (VMDU) auf dem Weg gebracht. Von den insgesamt 14.000 Stück MNS wurden die ersten 2000 Stück der Stadt zur Ausstattung der Altersheime zur Verfügung gestellt. „Durch die regionale Produktion können wir unabhängig vom asiatischen Markt werden und schaffen Arbeitsplätze vor Ort“, so Frau Dr. Kerstin Stachel. Auch der ökologische Aspekt der MNS ist für Frau Dr. Stachel von großer Bedeutung. Die Universitätsklinik lässt den MNS mit einem RKI gelisteten verfahren aufbereiten.

„Die Krankenhäuser stehen vor einer nie dagewesenen Herausforderung. Die Sicherheit unserer Patienten*innen und Mitarbeiter*innen liegt uns sehr am Herzen. Umso wichtiger ist es, sich vorzubereiten und mit genügend Schutzausrüstung zu versorgen, so Prof. Heinze.

„Ich möchte ganz herzlich dazu gratulieren und dem Klinikumsvorstand ein ganz großes Dankeschön sagen. Denn sie haben sich aufgemacht und geschaut welche regionalen Anbieter möglicherweise so ein Produkt herstellen können, das wiederverwendbar ist. Das ist geradezu ideal und ein typischerweise nachhaltiges Produkt. Wir merken auch an vielen Stellen in der Wirtschaft auch in der Wissenschaft, dass Eigeninitiative sich auszahlen kann. Wir bedanken uns hier auch als Landesregierung für diese Initiative, die neue Maßstäbe setzt, so Minister Prof.  Willingmann.

Auch Frau Ministerin Grimm-Benne war sowohl von der Initiative als auch vom Produkt sehr beeindruckt und sagte: „Das ist hier nicht nur eine tolle Aktion, sondern dies zeigt auch, dass wir im eigenen Lande in der Lage sind auch nachhaltige Produkte zur Verfügung zu stellen, die auch einen guten Schutz bieten. Nach der Corona Zeit wird es viele Vorkehrungen zu treffen geben. Wichtig wird es sein, dass wir die Produkte nicht global irgendwo beschaffen müssen sondern, diese im eigenen Land produzieren können.“

MNS_Übergabe mit Ministerin und Minister         MNS_Übergabe

Foto 1: Hoch über den Dächern von Magdeburg auf dem Hubschrauberlandeplatz der Universitätsmedizin übergeben Sven Schöppe und Carsten Puschendorf Prof. Heinze und Frau Dr. Stachel symbolisch eine Kartonage MNS von Ihrer Firma Leo System GmbH im Beisein von Frau Ministerin Grimm-Benne und dem Minister Prof. Willingmann. (v.l.) Frau Ministerin Grimm-Benne, Prof. Heinze, Frau Dr. Stachel, Sven Schöppe, Carsten Puschendorf und Minister Prof. Willingmann.

Foto 2: Sven Schöppe und Carsten Puschendorf übergeben Prof. Heinze und Frau Dr. Stachel symbolisch MNS von Ihrer Firma Leo System GmbH.

Fotos von Melitta Dybiona, UMMD

Letzte Änderung: 07.05.2020 - Ansprechpartner:

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