Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

 
 
 
 
 
 
 
 

"60 Jahre Hochschulmedizin Magdeburg" am 7. September

25.08.2014 - Am Sonntag, 7. September 2014, wird die Hochschulmedizin Magdeburg 60 Jahre alt. Aus diesem Anlass findet ein großes öffentliches Jubiläumsfest für die ganze Familie von 11 bis 17 Uhr auf dem Campus der Universitätsmedizin an der Leipziger Straße 44 statt. Die Besucher erwartet ein attraktives Programm voller Wissenschaft, Musik, Zirkus und offener Türen für alle Altersgruppen.

Am Sonntag, 7. September 2014, wird die Hochschulmedizin Magdeburg 60 Jahre alt. Aus diesem Anlass findet ein großes öffentliches Jubiläumsfest für die ganze Familie von 11 bis 17 Uhr auf dem Campus der Universitätsmedizin an der Leipziger Straße 44 statt. Die Besucher erwartet ein attraktives Programm voller Wissenschaft, Musik, Zirkus und offener Türen für alle Altersgruppen.

Jubiläumsfest 2014 3Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihren Familien und Freunden, Studierende, Absolventen, ehemalige Kollegen sind herzlich willkommen. „Weiterhin möchten wir, dass die interessierte Öffentlichkeit aus Magdeburg und der Region dabei ist und mitfeiert“, lädt der Dekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. Hermann-Josef Rothkötter, ein.

Auf der Hauptbühne startet das Fest mit dem Sax´n Anhalt-Orchester. Weitere musikalische Gäste sind der Medizinerchor und die Uni-Bands „Anatomics“ und „Schmerzlos“ und zum Abschluss die Leipziger Showband „Firebirds“. Rund um die Bühne werden sich an Ständen zum Beispiel die Ehrenamtlichen Krankenhaushelfer, die Klinikseelsorger, das Betriebliche Gesundheitsmanagement und Fördervereine vorstellen. Direkt neben der Hauptbühne heißt es dann „Manege frei“. Dort können die  jüngeren Besucher beim KreativKinderZirkus als Tierdompteur oder als Akrobat mitmachen. Auf der „Kinderwiese“ wird neben Riesenschlange und Bastelstraße auch die Teddyklinik der Magdeburger Medizinstudenten ihre Zelte aufschlagen. Kranke Kuscheltiere können daher gerne zum Fest mitkommen, sie werden hier medizinisch versorgt.

Programm im Internet: http://60jahre.med.uni-magdeburg.de

Medizin zum Anfassen und Wissenschaft live erleben

Besucher können in den Klinikalltag eintauchen und sich bei den Urologen, Gastroenterologen, Nephrologen, Notärzten und in Einrichtungen im Klinikumszentrum (Haus 60 a) umschauen. An dem Tag gibt es auch die seltene Gelegenheit, im Tiefgeschoss des Gebäudes am „Zentralbahnhof“ der Automatischen Warentransportanlage die Transportroboter - auch „Ferraris“ genannt, zu sehen und zu beobachten, wie die Waren-, Medikamenten- und Speisenversorgung in einem riesigen Gesundheitsunternehmen logistisch funktioniert.

Einige Meter davon entfernt wird im Mensagebäude ein „Wissenschaftszentrum“ eingerichtet. Außerdem öffnen mehrere Kliniken und Institute in anderen Häusern auch ihre Türen für die Öffentlichkeit, z. B. das Herzkatheterlabor, die Nuklearmedizin und die Immunologie. Im Zentrallabor werden Führungen angeboten und das DZNE lädt zum Gedächtnistest ein. Bei diesen und vielen weiteren interessanten Angeboten sollte eigentlich für alle Besucher etwas dabei sein.

Zur Geschichte der Hochschulmedizin Magdeburg

Die eigentliche Vorgängerin der heutigen Medizinischen Fakultät  der Otto-von-Guericke-Universität ist die Medizinische Akademie Magdeburg (MAM). Am 7. September 1954 fand die feierliche Gründungsveranstaltung statt. Neun Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges erhielt damit das bis dahin städtische Sudenburger Krankenhaus "Gustav Ricker" den Status einer Hochschuleinrichtung und nahm als solche unverzüglich den Lehrbetrieb auf. Gründungsrektor war der Pathologe Prof. Hasso Eßbach. Die erste Vorlesung wurde bereits am 8. September, also einen Tag nach der Gründung durch den Rektor selbst, im Hörsaal der Frauenklinik gehalten.

Zu Beginn des ersten Ausbildungssemesters 1954 hatten sich allerdings nur 47 Studierende (vorwiegend aus Berlin und Leipzig) eingeschrieben. Ein Jahr darauf wurden bereits 157 neue Studenten zum klinischen Studium aufgenommen, zumal inzwischen der große Zentrale Hörsaal fertiggestellt war. 1960 konnte dann nach der Gründung der dazu notwendigen Institute mit der Vollausbildung von Ärzten begonnen werden.

Die Jahre nach Gründung der MAM waren geprägt durch eine rege Bautätigkeit und eine kontinuierliche Zahl akademischer Neuberufungen mit entsprechender Erweiterung der Fachdisziplinen. Neben den Aufgaben in der Lehre und Forschung konzentrierte sich das Wirken der Akademie als medizinische Leiteinrichtung im damaligen Bezirk Magdeburg zunächst mehr auf die medizinische Versorgung der Bevölkerung, da sie neben den spezialisierten medizinischen Leistungen auch für die Grundbetreuung des Stadtbezirkes Süd-Ost zuständig war.

Am 3. Oktober 1993 erfolgte mit dem Zusammenschluss der Technischen Universität, der Pädagogischen Hochschule und der Medizinischen Akademie die Gründung der Otto-von-Guericke-Universität. Aus der MAM war nach fast vier Jahrzehnten erfolgreichen Wirkens eine der 9 Fakultäten der Universität geworden. Wie an allen anderen Fakultäten hatten bereits zuvor im Rahmen der Hochschulerneuerung nach der 1990 eingeleiteten politischen Wende einschneidende Veränderungen stattgefunden.

Die verbliebenen Professoren, engagierte Nachwuchswissenschaftler und die nach und nach neuberufenen Lehrstuhlinhaber sorgten für einen weiterhin guten Ruf der Einrichtung. Im Wettbewerb mit den nun über 30 medizinischen Fakultäten in Deutschland schnitt Magdeburg fast immer gut bis sehr gut ab. Zu dieser positiven Bewertung trugen neben der Qualität des Unterrichts umfangreiche Modernisierungs-, Umbau- und Neubaumaßnahmen bei.

Jubiläumsfest 2014 22014: Bilanz nach 60 Jahren

Mit  26  Kliniken, 8 Bereichen und 10 Instituten mit Auftrag in der Krankenversorgung und mehr als 4.000 Mitarbeitern bietet die Hochschulmedizin in Magdeburg beste Voraussetzungen sowohl für die Aufgaben eines Krankenhauses der Maximalversorgung mit 1.102 Betten für jährlich etwa 45.000 stationär behandelte Patienten als auch als Ausbildungsstätte für  zukünftige Ärzte sowie für die Forschung.

Seit 2007 befinden sich bis auf die Universitätsfrauenklinik alle Einrichtungen auf dem Hauptcampus an der Leipziger Straße im Süden der Landeshauptstadt. In dessen Zentrum entstand bis 2005 ein von 13 Kliniken genutzter 7-stöckiger Neubaukomplex mit u.a. 16 OP-Sälen und 4 Intensivstationen. Die Behandlung der Patienten erfolgt mit modernster Medizintechnik, beispielhaft sind hervorzuheben das PET-CT, das Tomotherapie-Bestrahlungsgerät, das intraoperative Bestrahlungssystem INTRABEAM, das SPECT-CT und die experimentelle DSA-Anlage.

Die bereits zu Zeiten der MAM etablierten, interdisziplinär wahrgenommenen Forschungsschwerpunkte „Neurowissenschaften“ bzw. „Immunologie einschließlich Molekulare Medizin der Entzündung“ haben kontinuierlich räumliche und personelle Erweiterung, inhaltliche Aktualisierung und nicht zuletzt nationale und internationale Anerkennung gefunden.

Die Resultate wissenschaftlicher Arbeit fanden auf Tagungen und Kongressen, in ungezählten Publikationen und in bisher insgesamt 387 abgeschlossenen Habilitations- und 4 236 erfolgreich beendeten Promotionsverfahren messbaren Ausdruck.

Für die etwa 1.500 Studierenden auf dem Campus - die künftigen Ärztinnen und Ärzte  - bestehen somit gute Vorbedingungen für die Verwirklichung des Prinzips der engen Verknüpfung von Lehre und Forschung an einem Hochschulklinikum. Neben dem praxisnahen Unterricht haben interessierte Studenten auch die Möglichkeit, ihren Blick durch Auslandsaufenthalte zu erweitern. Bislang haben mehr als 6.000 Absolventen ihr Medizinstudium in Magdeburg erfolgreich beendet.

Die Wirtschaftsführung der Universitätsmedizin Magdeburg war bis 2005 herkömmlich als Landesbetrieb organisiert. Seit 2006 ist das Universitätsklinikum Magdeburg eine rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts (A.ö.R.) des Landes Sachsen-Anhalt. Die Zusammenarbeit mit der Fakultät basiert auf einem Kooperationsmodell.

Die investive Ausstattung von Klinikum und Fakultät ist seit Jahren unzureichend. Dies führt u. a. dazu, dass die Investitionsquote des Universitätsklinikums deutlich unter der durchschnittlichen Investitionsquote von anderen Universitätsklinika und unter dem rechnerisch vom Verband der Universitätsklinika Deutschland ermittelten Bedarf liegt.

Dennoch steht das Universitätsklinikum Magdeburg mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch weiterhin dafür, allen Patientinnen und Patienten eine optimale, den wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechende hochqualitative Behandlung zukommen zu lassen.
Letzte Änderung: 20.07.2015 - Ansprechpartner: Webmaster