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  Klinikum der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
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Informationsdienst Wissenschaft - idw

  PMI Nr: 5 / Datum: 12.01.2005

  Volksstimme-Leser wählten Prof. Wolfram Neumann zum „Magdeburger des Jahres 2004“
 
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Leser der „Volksstimme“ wählten den Orthopäden Prof. Dr. Wolfram Neumann zum „Magdeburger des Jahres 2004“. Seit 1992 wird diese Umfrage jährlich von der Lokalredaktion durchgeführt. Kriterien für eine Nominierung sind: Wer hat sich in besonderer Weise für Mitmenschen engagiert? Wer machte sich um die Stadt und ihre Menschen verdient? Oder wer hat einfach Zivilcourage gezeigt?  
Die Leser reichten Vorschläge ein, von denen zehn in die engere Wahl kamen. Zu den Nominierten gehörte auch Prof. Dr. Wolfram Neumann, Direktor der Orthopädischen Universitätsklinik Magdeburg. Er war vor allem wegen seines großen Engagements für ehemalige Zwangsarbeiter des NS-Regimes vorgeschlagen worden. Darüber hinaus verhalf Prof. Neumann in der Gelenkchirurgie Magdeburg zu internationalem Rang. Auch kulturell setzt er sich für die Elbestadt ein. Er gründete den Uni-Chor und das Orthopädische Quartett.  
Bei der Preisverleihung am 11. Januar im Ratswage-Hotel blieb die Spannung bis zum Schluss ungebrochen. Wer wird „Magdeburger des Jahres 2004“? Erst an diesem Abend wurde die Entscheidung der Leser bekannt gegeben. Von 3 233 der abgegebenen Stimmen entfielen 35 Prozent auf Prof. Neumann, das bedeutete: Platz 1.  
 
Der Arzt und Wissenschaftler hatte im Oktober 2001 als damaliger Kongresspräsident auf dem Deutschen Orthopädenkongress in Berlin die Initiative „Aktive Solidarität - Hilfe für ehemalige Zwangsarbeiter“ ins Leben gerufen. Etwa einhundert Kliniken aus Deutschland haben sich bislang bereit erklärt, die Aktion zu unterstützen, auch Kliniken in Österreich haben sich angeschlossen. Mit der Initiative „Aktive Solidarität“ sind ehemalige Zwangsarbeiter des NS-Regimes angesprochen, die nachweislich bedürftig sind und sich in einer wirtschaftlichen Notlage befinden. Ihnen wird im Rahmen dieser Initiative die Möglichkeit gegeben, sich kostenlos in deutschen Kliniken operieren und bei entsprechenden Verschleißerscheinungen künstliche Gelenke, wie beispielsweise Knie- oder Hüftendoprothesen, einsetzen zu lassen. An der Klinik von Professor Neumann wurde bereits die sechste Patientin im Rahmen dieser Hilfsaktion operiert.  
 
Im Jahr 2000 war bereits schon einmal ein Arzt mit dem Siegeltitel geehrt wurden. Damals war Professor Hans Lippert, Direktor der Chirurgischen Klinik der Otto-von-Guericke-Universität von den Lesern der Volksstimme zum „Magdeburger des Jahres“ gewählt worden.  
 
Zur Person:  
Prof. Dr. med. Wolfram Neumann wurde 1943 in Schwerin-Warthe geboren. Sein Medizinstudium absolvierte er an der Universität Leipzig und promovierte 1968. Anschließend war er bis 1977 als wissenschaftlicher Assistent, ab 1978 als Oberarzt an der Orthopädischen Universitätsklinik Leipzig tätig. 1972 schloss Neumann ein Zweitstudium im Fach Biochemie ab. Von 1982 bis 1984 war er als Hochschullehrer und Leiter der Orthopädisch-traumatologischen Abteilung im Gondar-College of Medical Sciences in Äthiopien im Einsatz. 1986 wurde Neumann zum ordentlichen Professor berufen und leitet seitdem die Orthopädische Uni-Klinik in Magdeburg. Von der Magdeburgischen Gesellschaft e.V. wurde Neumann 1997 für sein medizinisches und gesellschaftliches Wirken mit der August-Wilhelm-Francke-Medaille geehrt. Von 1990 bis 1995 war er ehrenamtlich Senator der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Seit 1990 bis 1993 war Neumann Prorektor an der damaligen Medizinischen Akademie Magdeburg und nach der Universitätsgründung von 1993 bis 1998 Prodekan der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Zum Dekan wurde Professor Neumann im Jahr 1998 gewählt. Am 1. Oktober 2000 übernahm er die Funktion des Prodekans und wurde bei der Wahl 2002 erneut in diesem Amt bestätigt. 2001 war der Magdeburger Wissenschaftler Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Traumatologie.  
 
Foto: Prof. Wolfram Neumann operierte im vergangenen Jahr im Rahmen dieser Hilfsaktion auch die 75-jährige Marianna Czarnecka aus Polen. Ihr wurden zwei künstliche Kniegelenke implantiert.  


 

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