Drucken22.10.2021

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Arbeitsgruppe B. Schraven (Institutsdirektor)

Forschungsprofil

Seit 1983 beschäftigt sich meine Forschungsarbeit mit Oberflächenrezeptoren von Lymphozyten, die in der Lage sind, externe Signale in das Zellinnere weiterzuleiten und damit diese Zellen zu aktivieren. Von initial rein funktionellen Ergebnissen in pathophysiologischen Situationen geleitet (Störungen der Funktion des CD2-Moleküls in Krankheitsbildern wie M. Hodgkin, Sarkoidose und M. Leprae), fokussierte sich meine Tätigkeit im Laufe der letzten Jahre mehr und mehr auf die molekulare, biochemische und funktionelle Analyse signaltransduzierender Rezeptorkomplexe in Lymphozyten. Hierbei beschäftigte ich mich zunächst mit der Identifikation von Phosphoproteinen, die mit dem CD2-Molekül, einem akzessorischen Rezeptor der T-Zellen, interagieren. Diese Arbeiten waren die Grundlage für detaillierte Untersuchungen der Komposition der TCR-, CD45- und Fyn-Komplexe in T-Zellen.

Die Identifikation und molekulare Charakterisierung signalübertragender Proteine erscheint mir als eine der Grundvoraussetzungen, die Entwicklung und Differenzierung nicht nur von Lymphozyten, sondern auch anderer Zellen des hämatopoietischen Systems (Stammzellen, dendritische Zellen, Makrophagen, Granulozyten, Thrombozyten etc.) zu verstehen. Darüber hinaus ist die Kenntnis der Signalübertragungsmechanismen nicht nur für die Entschlüsselung der verschiedenen Störungen der Hämatopoiese und des Immunsystems wichtig (Transplantatabstoßung, Autoimmunerkrankungen, Immundefizienzen, Leukämien), sondern sie ist auch eine Voraussetzung, neue Perspektiven für die pharmakologische Beeinflussung des Wachstums und der Differenzierung hämatopoietischer Zellen zu finden.

Kontakt:

Schraven, Prof. Dr. med. Burkhart

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