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Sonnenkocher der Gruppe ULOG in Basel



In Industrieländern ist es kaum vorstellbar, dass es im 21. Jahrhundert noch Millionen Haushalte gibt, die keine andere Möglichkeit zur Zubereitung warmer Speisen haben als einfache Holzfeuer. Dennoch ist das Alltag in vielen Ländern Afrikas, Asiens und auch Lateinamerikas. Das Arbeiten mit solchen Herdfeuern ist wegen der Rauchentwicklung nicht nur gesundheitsschädlich, sondern bedeutet zugleich viel Arbeit: In manchen Gegenden sind, meist Frauen, inzwischen bis zu sechs Stunden täglich unterwegs, um Brennholz zu beschaffen. Diese Wege werden noch länger werden, weil die sich Wüsten ausbreiten, wo vorher Wälder waren. Neben Brandrodungen ist dies eine Folge von übermäßigem Holzeinschlag, aber auch der Brennholzgewinnung.

Es ist absehbar, dass es in vielen Regionen der Erde bald kein Brennholz mehr geben wird, wenn weiter so viel Holz verbraucht wird wie bisher. Die Alternativen Öl oder Gas sind für viele Menschen nicht bezahlbar zumal ihr Preis in den letzten Jahren stark gestiegen ist und weiter steigen wird. Die Folge sind soziale Konflikte in den betroffenen Gebieten, aber auch in anderen Ländern infolge Migration. Letzteres betrifft auch Europa.

Sonnenkocher sind eine Möglichkeit, den Brennholzverbrauch deutlich zu verringern. Verbunden mit Maßnahmen zur Aufforstung können sie einen Beitrag leisten, um eine stabile Brennholzversorgung über längere Zeiträume aufzubauen. Sonnenkocher sind inzwischen eine erprobte Alternative zu Holzfeuern.


Einsatzgebiete

Sonnenkocher eignen sich für viele Arbeiten, die Wärme erfordern z.B.

Vorteile solarer Kochkisten

Nachteile

Einige wenige Nachteile von Sonnenkochern sollen nicht verheimlicht werden:

Wirkungsweise

Die hier vorgestellten Sonnenkocher arbeiten ohne Parabolreflektoren, was ihre Herstellung stark vereinfacht. Ihre Wirkungsweise beruht auf dem Treibhauseffekt: die Sonnenstrahlung wird im Innenraum in Wärme umgewandelt und gespeichert. Das Entweichen der Wärme wird durch das doppeltes Glasfenster sowie isolierte Wände so weit verhindert, dass es erst bei Temperaturen von über 100°C zum Ausgleich zwischen eingefangener Sonnenstrahlung und der Abstrahlung von Wärme kommt. Auf diese Weise lassen sich Temperaturen von 100°C beim Kochen, beim Backen und Sterilisieren auch höhere Temperaturen erreichen.

Vertriebsweise

Mit Hilfe der Bauanleitungen sollte es auch Amateuren möglich sein, solche Kocher selbst zu bauen. Neben den auf dieser Website vorhandenen Bauanleitungen können weitere Anleitungen bei der Gruppe ULOG in Basel bezogen werden, z.B. für größere Kocher, Solarwasserbereiter oder solare Trockner. Von Wolfgang Scheffler/Solare Brücke e.V. werden darüber hinaus einfache Parabolspiegel-Kocher für Großküchen angeboten. Wichtigste Zielgruppe für derlei einfache Solartechnik sind jedoch nicht so sehr interessierte Öko-Bastler in Europa (obwohl einige von ihnen solche Kocher schon seit vielen Jahren benutzen), als vielmehr Bewohner von Gegenden mit akutem Brennholzmangel. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Kocher aus Europa in die betreffenden Länder und Regionen exportiert werden. Diese Form von "Entwicklungshilfe" wäre zum einen für viele Afrikaner oder Asiaten zu teuer, zum anderen kommt auf diese Weise selten eine dauerhafte Verwendung der Kocher zustande. Deshalb ist das erklärte Ziel der Entwickler dieser Kocher, in Ländern, wo Bedarf besteht, lokale Werkstätten zu errichten. Dort können die Kocher zu deutlich niedrigeren Preisen hergestellt werden als Importe aus Industrieländern.



Bauanleitungen

 

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