Dichtfest Haus 60E: Startschuss für die Zukunft der UMMD

15.10.2021 -  

Die Universitätsmedizin Magdeburg hat am 11. Oktober gemeinsam mit Finanzminister Michael Richter und Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann die Errichtung von Haus 60E mit einem traditionellen „Dichtfest“ begangen. In sechs Tagen ist zwischen der Kinderklinik (Haus 10) und den Häusern 60a und b die Montage der Container Module für 99 Betten von der Firma Cadolto Modulbau durchgeführt worden. Die Dacheindeckung wurde mit einem Flachdach abgeschlossen. Für Gebäude dieser Art ohne Dachstuhl wird dann ein sogenanntes Dichtfest gefeiert und die zweite Phase für den Ausbau kann eingeleitet werden. Die Firma Busse Bau GmbH hat die Gründung des Gebäudes (Fundamente) erstellt und baut auch die Freianlagen.

 

Prof. Hans-Jochen Heinze, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Magdeburg, eröffnete das Dichtfest und betonte in seiner Begrüßungsrede, dass diese Feier eine ganz besondere sei und sagte: „Der Container hat zweierlei Bedeutung. Er soll uns zum einen für die Zukunft pandemiesicher machen und gut auf neue Pandemien vorbereiten. Der Container symbolisiert zudem wie kein anderer Bau aber auch den Aufbruch der Unimedizin in die Zukunft. Er ist die Grundlage dafür, dass wir die Unimedizin in eine zukunftsweisende Struktureinheit von Forschung, Lehre und Krankenversorgung führen können. Bis die Universitätsmedizin im Jahr 2035 zum Gesundheitscampus für den Norden Sachsen-Anhalts geworden ist, müssen wir noch sehr viele Herausforderungen gemeinsam mit unseren Partnern aus der Politik und dem Städtischen Klinikum bewältigen." (Hier finden Sie die ganze Rede von Prof. Hans-Jochen Heinze zum Nachlesen.)

Finanzminister Michael Richter betonte, dass dieser Tag wichtig sei, um ein Zeichen zu setzen, dass es vorangehe: „Wir schaffen mit diesem ersten Baustein die Voraussetzungen dafür, dass wir für die nächsten Jahre eine Uniklinik Magdeburg haben, die den Anforderungen der Zeit entspricht.“

Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt, sagte: „Wir haben uns bei der Bildung der Deutschland-Koalition in diesem Sommer dazu bekannt, weiter in die Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit der Universitätsmedizin in Sachsen-Anhalt zu investieren. Dazu zählen auch ganz konkrete, zukunftsweisende Baumaßnahmen, die Eingang in den Koalitionsvertrag gefunden haben. Unser Anspruch ist es, sowohl in Magdeburg als auch in Halle eine Hochleistungsmedizin fortzuentwickeln, die Raum für exzellente Forschung und Lehre bietet und zugleich einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung in Sachsen-Anhalt leistet.“

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Mit dem Umzug in die zukünftigen Bettenzimmer sind auch ein Ausbau der Behandlungskapazitäten und das Bündeln von Behandlungskompetenzen in unterschiedlichen Organzentren verbunden. Zunächst ziehen die Universitätsklinik für Pneumologie sowie der Bereich der Herz- und Thoraxchirurgie ein und bilden das Lungenzentrum mit einem Alleinstellungsmerkmal im Norden Sachsen-Anhalts. Weiterhin wird die Universitätsklinik für Urologie den Modulbau beziehen. Diese Konstellation wird fachliche Nähe schaffen und Prozess- Abstimmungen begünstigen. Nachfolgend können dann über weitere Rotationen strukturelle Anpassungen im Klinikum eingeleitet werden. Stellvertretend für diese beiden Bereiche sagte Prof. Walles, Chefarzt der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie: „Wir haben mit dem Bau des Containers eine arbeitsfähige Lösung gefunden und sind auch froh, dass wir voraussichtlich im Dezember einziehen und das bestehende Lungenzentrum ausbauen können. Dass viele Fachdisziplinen an einem Ort zusammengeführt sind macht eine Universitätsmedizin aus. Mit dem Container der hier zwischen Haus 60a und b und Kinderklinik eingebettet ist wir haben in den nächsten Jahren optimale Voraussetzungen gute Medizin machen zu können“. 

Im Mai 2020 hatte der Finanzausschuss des Landtages von Sachsen-Anhalt im Zuge des Neu- und Umbaus der UMMD aus Kapazitätsgründen beschlossen, dass das Uniklinikum Magdeburg einen Container für 99 Betten aufstellen kann. Die baulichen Maßnahmen dafür wurden im Oktober 2020 eingeleitet.

Die Notwendigkeit der geplanten langfristigen Baumaßnahmen entstand in einem dynamischen Prozess über die vergangenen Jahre, als ersichtlich wurde, dass sich die bisherige Dezentralität der einzelnen Bereiche der Universitätsmedizin defizitär auf die Prozesse im Krankenhausalltag auswirkt. Deshalb plant das Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R. verschiedene Großbauvorhaben, um sowohl die wirtschaftliche als auch bauliche Sanierung des Klinikums voranzutreiben Das „Magische Dreieck“ soll zukünftig mehrere Kliniken zentral beherbergen, die bisher in eigenen Häusern untergebracht sind. Mit der Inbetriebnahme des Betten-Containers wird eine erste Rotationsfläche geschaffen, um mit strukturellen Optimierungen zu beginnen.

Letzte Änderung: 15.10.2021 - Ansprechpartner: Webmaster