Einladung zur Zoom-Online-Veranstaltung am 20. Januar 2021

15.01.2021 -  

Thema: OP mittels Laser- Neurochirurgische Behandlung bei Epilepsie

plakat_op_mittels_laserPD Dr. Friedhelm C. Schmitt, Leiter der Epileptologie der Klinik für Neurologie der Universitätsmedizin Magdeburg und 2. Vorsitzender des Epilepsie-Landesverbandes Sachsen-Anhalt, lädt zu einer gemeinsamen Zoom-Online Veranstaltung ein. Er möchte hierbei einen Einblick in die relativ neue Methode der Neurochirurgie geben und über bisherige Erfahrungen informieren. Jeder Interessierte ist herzlich dazu eingeladen. 

Die Veranstaltung am 20. Januar 2021 beginnt um 18.00 Uhr. Für Ihre Teilnahme senden Sie bitte eine E-Mail an va-online.epilepsie-vereinigung@web.de

Am Tag vor der Veranstaltung wird Ihnen zur Teilnahme ein Link mit der Meeting ID und dem Kenncode an Ihre E-Mail-Adresse verschickt. Fragen dazu können Sie gern über die oben genannte E-Mail-Adresse stellen.

Hintergrundinfo: 
Die Universitätsmedizin Magdeburg ist das erste Krankenhaus in Deutschland, das seit 2019 die „VISUALASE™ MRI-Guided“ Laser-Ablation Technologie anbietet. Es handelt sich hierbei um eine neuartige, minimal-invasive Behandlungsoption zur Abtragung pathologischen Gewebes im Gehirn. VISUALASE™ erhielt im März 2018 das CE-Zertifikat (Conformité Européenne). Es wird seit 2007 in den Vereinigten Staaten eingesetzt.

Die „VISUALASE™ MRI-Guided“ Laser-Ablation ermöglicht die präzise Abtragung von Gehirngewebe über eine dünne Lasersonde. Diese Sonde wird über ein Bohrloch mit lediglich 3,2 mm Durchmesser an einen zuvor genau berechneten Zielpunkt eingebracht.

Das Verfahren bietet – so PD Dr. Friedhelm C. Schmitt – die Chance minimal-invasiv vorzugehen. Dies gilt sowohl für bislang nur resektiv gut behandelbaren Epilepsieerkrankungen (wie zum Beispiel die mesiale Temporallappenepilepsie), wie auch für resektiv nur schwierig oder nicht behandelbaren Epilepsieerkrankungen. Auch "trauen“ sich mehr Patienten, einem weniger invasiven Verfahren zuzustimmen.

"Das System VISUALASE™ wird Neurochirurgen eine zusätzliche minimal-invasive Möglichkeit bieten, kleine Gewebebereiche präzise zu erfassen und zu behandeln", sagt Prof. Dr. Jürgen Voges, Direktor der Universitätsklinik für Stereotaktische Neurochirurgie Magdeburg. „Wir freuen uns, die Möglichkeit zu haben, dieses Verfahren unseren Patienten anzubieten.“

Eine seit Jahrzehnten etablierte stereotaktische Technik wurde erweitert: eine kleine Sonde mit einer Glasfaser bringt Laserenergie an das ausgewählte Hirngewebe. Wenn Licht an das Gewebe abgegeben wird, beginnt die Temperatur im Zielgebiet zu steigen und zerstört so das pathologische Hirngewebe. “Eine besondere MRT-Technologie ermöglicht uns, Temperaturveränderungen in der Tiefe des Gehirns in Echtzeit zu steuern”, so Dr. Lars Büntjen, Oberarzt an der Universitätsklinik für Stereotaktische Neurochirurgie.

Letzte Änderung: 15.01.2021 - Ansprechpartner: Webmaster