Prof. Dr. Daniela Dieterich ist neue Dekanin an der Medizinischen Fakultät

03.09.2020 -  

Prof. Dr. Hermann-Josef Rothkötter beendet damit seine 12-jährige Amtszeit als Dekan der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Prof. Dr. Daniela DieterichIn der Sitzung des Fakultätsrates am 1. September 2020 wurde Professorin Dr. Daniela Dieterich in geheimer Abstimmung mehrheitlich als neue Dekanin im ersten Wahlgang gewählt. Die Biochemikerin löst damit Prof. Dr. Hermann-Josef Rothkötter ab, der nicht erneut zur Wahl angetreten war. Der 61-Jährige war insgesamt zwölf Jahre lang Dekan an der Medizinischen Fakultät. „Persönlich habe ich großen Respekt vor der Entscheidung“, sagte Prof. Dieterich anerkennend und dankte Prof. Rothkötter ausdrücklich für sein langjähriges Engagement und seine Verdienste als Dekan an der Medizinischen Fakultät.

Prof. Dr. Dieterich möchte an die Arbeit des ehemaligen Fakultätsvorstandes anknüpfen und in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit dem Vorstand des Universitätsklinikums eine zukunftsfähige und dynamische Medizinische Fakultät gestalten. „Ich freue mich auf die Herausforderungen meines Amtes, das ich neben der Leitung des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie (IPT) übernehmen werde. Als Wissenschaftlerin sind für mich die medizinische Forschung und der akademische Lehrbetrieb von besonderer Bedeutung. Wie wertvoll in diesem Zusammenhang insbesondere die translationale Forschung ist, zeigt sich in Krisen wie der aktuellen COVID-19-Pandemie. Denn im Mittelpunkt stehen grundsätzlich die Patientinnen und Patienten, die wir bestmöglich behandeln wollen. Deshalb ist weiterhin eine enge Verzahnung mit der Krankenversorgung enorm wichtig, um auch insgesamt mit der Universitätsmedizin Magdeburg konkurrenzfähig zu bleiben.“

Die Amtszeit als Dekanin beginnt für Prof. Dieterich am 1. Oktober 2020 und dauert vier Jahre. Die Wahlen der  Prodekane und des Studiendekans werden am 6. Oktober in der nächsten Sitzung des Fakultätsrates erfolgen.

Zur Person:
Prof. Dr. rer. nat. Daniela C. Dieterich, Jahrgang 1974, hat an der Universität Hannover Biochemie mit den Schwerpunkten Biochemie, Biophysikalische Chemie und Pharmakologie studiert. Nach dem Diplom begann sie als Doktorandin in der Abteilung Neurochemie am Magdeburger Leibniz-Institut für Neurobiologie (LIN). Nach ihrer Promotion arbeitete sie als Postdoktorandin am California Institute for Technology, Division of Biology, davon größtenteils als Stipendiatin der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. 2008 wurde sie in das Emmy Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft aufgenommen und gründete am LIN eine eigenständige Nachwuchsgruppe. Seit 2012 leitet sie das Institut für Pharmakologie und Toxikologie an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und ist darüber hinaus weiterhin mit dem Leibniz-Institut für Neurobiologie (LIN) assoziiert. Die Wissenschaftlerin wurde mit dem Landesforschungspreis für Grundlagenforschung des Landes Sachsen-Anhalts ausgezeichnet, ist eine Preisträgerin des Hugo-Junkers Preises für Innovative Vorhaben der Grundlagenforschung und fungiert als Sprecherin des DFG-Graduiertenkollegs „SynAGE – Die alternde Synapse“ sowie als eine der drei Sprecher des Center for Behavioral Brain Sciences CBBS. Seit diesem Jahr ist sie zudem Fachkollegiatin der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Bereich Molekulare Biologie und Physiologie von Nerven- und Gliazellen.

Das wissenschaftliche Interesse der neuen Dekanin richtete sich bereits sehr frühzeitig auf die Untersuchung relevanter Fragestellungen, die sich mit der Erforschung von neuronalen Schädigungen und synaptischer Plastizität beschäftigen. Für ihre Forschung kommt ein eigens von ihr entwickeltes experimentelles Werkzeug zum Einsatz – die metabolische Markierung de novo synthetisierter Proteine mittels funktionalisierter molekularer Grundbausteine. Mittels dieser Methodik widmet sie sich der Regulation neuronaler und gliärer Proteinhomöostase unter physiologischen und pathophysiologischen Bedingungen.

Fakultätsrat (FakRa)
Der FakRa ist das höchste Gremium einer Fakultät. Hier werden vor allem Entscheidungen über strukturelle Maßnahmen, Neuberufungen von Professoren*innen, zu Themen im Bereich Studium und Lehre getroffen sowie zu strategischen und zukunftsorientierten Vorgehen die Weichen gestellt. Der Fakultätsrat besteht aus unterschiedlichen Statusgruppen: Vertretern von Studierenden, wissenschaftlichen Mitarbeitern, sonstigen hauptberuflichen Mitarbeitern und Professoren*innen. Dieser wählt aus seiner Mitte den/die Dekan/Dekanin, die Prodekane und benennt die Mitglieder der verschiedenen Kommissionen.

Letzte Änderung: 03.09.2020 - Ansprechpartner: Webmaster