Welt-Pankreaskrebstag

20.11.2020 -  

Seit inzwischen sieben Jahren ist der Welt-Pankreaskrebstag ein zur Tradition gewordener Tag, der mit der Idee ins Leben gerufen wurde, auf den Pankreaskrebs/Bauchspeicheldrüsenkrebs aufmerksam zu machen und die breite Öffentlichkeit über diese schwere Erkrankung zu informieren. Die Grundidee ist durch Anstrahlen von ausgewählten Gebäuden in der Farbe Lila auf diesen besonderen Tag hinzuweisen.

WeltpankreaskrebstagAuch die Universitätsmedizin Magdeburg beteiligte sich an dieser Aktion und erleuchtete dabei am 19. November von den frühen Morgenstunden bis in die Nacht den Fahrstuhlschacht im Haus 60a auf dem Campus der Universitätsmedizin Magdeburg in der Farbe Lila.

Diese Aktion startete im Jahr 2014 und wurde durch das Anstrahlen der Musikhalle in Ludwigsburg in der Farbe Lila zum Highlight. Seitdem wird diese Tradition der Beleuchtungsaktion weitergeführt und erstreckt sich nicht nur bundesweit, sondern auch weltweit.

Die Bauchspeicheldrüse ist ein lebenswichtiges Organ und erledigt wichtige Aufgaben für unseren Organismus. Dabei hat sie eine zentrale Bedeutung für die Verdauung und Blutzuckerregulierung. Zum einen werden Verdauungsenzyme produziert, die im Darm lebenswichtige Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette spalten. Zum anderen kontrolliert die Bauchspeicheldrüse die Produktion von Hormonen wie Insulin, Glukagon und den Blutzuckerspielgel.

Der Bauchspeicheldrüsenkrebs ist aktuell die vierthäufigste krebsbedingte Todesursache in Europa. Unter allen Krebsarten weist sie die schlechteste Überlebensrate auf.

Um den betroffenen Patienten zu helfen, müssen hier die Disziplinen Hand in Hand agieren und für jeden Betroffenen ein individuelles Therapiekonzept erarbeiten. „Die Behandlung dieser Tumore gehört in die Hand von Spezialisten, die rund um die Uhr alle Therapieoptionen für den Patienten bereithalten können. Nur dadurch erzielen wir einen optimalen Therapieerfolg für unsere Patienten“, so Prof. Dr. med. Roland S. Croner, Direktor der  Universitätsklinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Transplantationschirurgie. Eine Zentralisierung bei der Behandlung dieser Patienten macht daher Sinn. Nur hierdurch kann eine hohe Therapiequalität gewährleistet werden. Durch die Zertifizierungsmaßnahmen der Deutschen Krebsgesellschaft wird die Behandlungsqualität in den zertifizierten Zentren sichergestellt. Am Universitätsklinikum Magdeburg befindet sich das einzige zertifizierte Pankreaskarzinomzentrum in Nord Sachsen-Anhalt.

Der Weltpankreaskrebstag soll auf die speziellen Bedürfnisse dieser Tumorerkrankung und den Eigenheiten bei der Therapie sensibilisieren. Den Betroffenen soll damit signalisiert werden, dass sie mit ihrer Erkrankung niemals allein sind, sondern sich auf die fachliche Expertise der Kollegen an entsprechenden Zentren und deren nimmer werdenden Bemühungen im Kampf bei der Behandlung dieser Erkrankung verlassen können.

Die Idee zum Pankreaskrebstag entstand im Jahr 2013, als Vertreter verschiedener Organisationen sich trafen, um gemeinsam einen Weg zu finden, die Öffentlichkeit für die Erkrankung zu sensibilisieren. Ein erster Schritt war die Gründung eines internationalen Arbeitskreises, der sogleich den Welt-Pankreaskrebstag (WPCD - World Pancreatic Cancer Day) ins Leben rief. Inzwischen setzen sich weltweit 107 Organisationen aus 31 Ländern dafür ein und fordern, dass man Bauchspeicheldrüsenkrebs schneller erkennt, behandelt und intensiver nach neuen Therapien forscht.   Ziel ist es, finanzielle Unterstützung für  Selbsthilfegruppen weiter auszubauen und Patienten mit Bauspeicheldrüsenkrebs eine bessere Überlebensrate zu ermöglichen.

Foto: Fahrstuhlschacht im Haus 60a auf dem Campus der Universitätsmedizin Magdeburg; Sven Denning/ UMMD

Letzte Änderung: 20.11.2020 - Ansprechpartner: Webmaster