Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

 
 
 
 
 
 
 
 

Infomobil Sodbrennen

11.05.2012 - Diagnose Sodbrennen: Jeder zweite Bundesbürger kennt dieses Gefühl. Dennoch wissen viele der Betroffenen nicht, was hinter dem unangenehmen Brennen steht. Die Folge kann eine nicht sachgerechte Behandlung sein. Aufklärung bringt das Infomobil Sodbrennen der bundesweiten Initiative Gesunder Magen, an der sich auch Gastroenterologen des Universitätsklinikums Magdeburg beteiligen. Es steht am 12. Mai 2012 von 10 bis 18 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz vor dem Hauptbahnhof Magdeburg. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich vor Ort über Sodbrennen und Magenbeschwerden informieren und beraten zu lassen. Infomobil Sodbrennen

An Bord des Busses erwartet die Besucher ein umfangreiches Informationsangebot. Ärzte der Uniklinik für Gastroenterologie Magdeburg beantworten die persönlichen Fragen. Ein Video veranschaulicht die Magenfunktion und erklärt die Entstehung von Sodbrennen. Ein Gewinn- und Ratespiel zum Thema rundet die Aktion ab.

Leidet der Patient ausschließlich an Sodbrennen, liegt wahrscheinlich eine Speiseröhrenentzündung, also eine Refluxkrankheit vor und es sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Prof. Dr. Peter Malfertheimer vom Uniklinikum Magdeburg informiert: „Diese Patienten können mit sogenannten Protonenpumpenhemmern behandelt werden, die sich rein gegen die Bildung der Magensäure richten.“ Für die Betroffenen ist es also wichtig zu wissen, welcher Sodbrennen-Typ sie sind und welche Erkrankung zugrunde liegt. „Die Einführung der PPI hat zweifellos einen Meilenstein in der Behandlung der Refluxösophagitis gesetzt. Aber es hat sich damit auch eine Routine eingeschlichen, so dass das Symptom Sodbrennen oft zu wenig differenziert betrachtet wird“, so der Gastroenterologe.

Eine wichtige Frage zur Bestimmung der zugrundeliegenden Krankheit ist, ob neben dem Sodbrennen noch weitere Beschwerden wie Magenschmerzen, Völlegefühl oder Übelkeit auftreten. Bei diesen Fällen kann man davon ausgehen, dass wahrscheinlich die natürliche Magenbewegung gestört ist. Etwa zwei Drittel der Patienten haben diese Art von Sodbrennen. Diese Behandlung erfordert daher eine andere Herangehensweise.

Die Initiative Gesunder Magen wird unterstützt von Iberogast, dem Kompetenzteam Magen, der Deutschen Gesundheitshilfe e.V. sowie von vielen Ärzten und Apothekern. Das Infomobil der Initiative Gesunder Magen tourt insgesamt zwei Monate lang durch 48 deutsche Städte. Nächste Station der Deutschlandtour ist Halle/Saale.

Ziel dieser Initiative ist es, auch hier in Magdeburg vor Ort über die Magenfunktion im Allgemeinen und die Entstehung von Sodbrennen im Besonderen aufzuklären. Betroffene sollen dadurch motiviert werden, ihrem Apotheker und Arzt immer alle Magensymptome zu schildern, an denen sie leiden, und nicht nur das „populäre“ Symptom Sodbrennen. Auf dieser Basis können Arzt und Apotheker dann die richtige Behandlung empfehlen. Das Gespräch mit dem Arzt oder Apotheker kann die „Initiative Gesunder Magen“ natürlich nicht ersetzen.
Letzte Änderung: 28.01.2013 - Ansprechpartner: Webmaster
 
 
 
 
60 Jahre Hochschulmedizin
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Wann?Sonntag, 07.09.2014
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