30 Jahre Cochlea-Implantat (CI) Versorgung an der UMMD

05.09.2022 -  

Die Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie Magdeburg führt als langjähriger Standort der Cochlea-Implantat Versorgung und Cochlea-Implantat Forschung am 9. September 2022 ein Festsymposium zum 30-jährigen Jubiläum durch.

Das Symposium findet von 11:00 bis 15:00 Uhr im zentralen Hörsaal (Haus 22), auf dem Campus der Universitätsmedizin statt. Prof. Dr. Ulrich Vorwerk, kommissarischer Leiter der HNO-Klinik, hält ein Grußwort gefolgt vom Staatssekretär Wolfgang Beck, Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung. Im Anschluss werden namenhafte Expert:innen aus ganz Deutschland, die im Laufe ihrer Karriere Teil des CI-Teams der UMMD waren, von ihren  Forschungsarbeiten berichten.  Dieses Festsymposium begeht die Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie mit der CI-Selbsthilfegruppe Magdeburg, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum feiert.

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Foto: Cochlea-Implantat bei einem Kleinkind.
Fotografin: Sarah Kossmann/UMMD

Am 1. Dezember 1992 wurde der erste Patient in der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, damals noch Medizinische Akademie Magdeburg, mit einem Cochlea-Implantat versorgt. Diese Operation ermöglicht, tauben oder hochgradig schwerhörigen Menschen wieder zu hören und Sprache zu verstehen. Das Cochlea-Implantat ist damit die erste funktionierende Sinnesprothese, die Eingang in die klinische Routine gefunden hat. Diese Innenohrprothese wird eingesetzt, wenn die Sinneszellen in der Hörschnecke ausgefallen sind und es weder eine Erholung noch ein besseres Verständnis der Sprache mit einem klassischen Hörgerät zu erwarten ist. Dabei spielt das Alter der Menschen nur eine geringe Rolle. Ein Cochlea-Implantat können Menschen jeder Altersklasse, vom Säugling bis ins sehr hohe Erwachsenenalter, erhalten. Außerdem können auch Menschen versorgt werden, bei denen diese Hörstörung nur einseitig vorliegt.

Unterschiedliche Hörstörungen erfordern eine entsprechende Versorgung mit konventionellen oder knochenverankerten Hörgeräten, aktiven Mittelohrimplantaten oder eben mit einem Cochlea-Implantat. Die Entscheidung über die Art der Versorgung wird im Cochlea-Implantat-Zentrum der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie Magdeburg durch ein interdisziplinäres Team mit viel klinischer – und OP-Erfahrung, gemeinsam mit den betroffenen Menschen und ihren Angehörigen getroffen.

Entscheidend für den Erfolg einer Cochlea-Implantat Versorgung ist die Sicherstellung einer intensiven Rehabilitation mit Hör- und Sprachtherapie, in der das Hören und Sprachverstehen gelernt werden muss.

Letzte Änderung: 06.09.2022 - Ansprechpartner: Webmaster