Krebsberatung - Unterstützung finden

Krebs ist eine Diagnose, die Betroffene und ihre Angehörigen oftmals unerwartet trifft. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus fühlen sich viele Menschen allein mit ihren Fragen, seelisch belastet und manchmal überfordert. Häufig wissen sie nicht, an wen sie sich wenden können. Krebsberatungsstellen wie die Psychosoziale Krebsberatungsstelle in Magdeburg (mit einer Außenstelle in Burg) bieten Hilfen bei seelischen Krisen und sozialrechtlichen Fragen. Hier erhalten Krebs-Betroffene und Angehörige Hilfestellungen, um die eigene Krankheit zu bewältigen oder mit der Erkrankung von nahestehenden Menschen angemessen umzugehen.

Team Psychosoziale Krebsberatung„Nichts ist mehr wie es war!“ Für viele Patienten ändert sich der gesamte Alltag, wenn u.a. die Chemotherapie beginnt. Die ständige Übelkeit und der Brechreiz sind extrem belastend und viele Patienten spielen sogar mit dem Gedanken die Chemotherapie abzubrechen und das erhöhte Risiko eines Rezidivs in Kauf zu nehmen. Bei diesen Gedanken kann die Psychosoziale Krebsberatungsstelle der Uniklinik Magdeburg den Betroffenen eine große Stütze sein.

In einem psychoonkologischen Beratungsgespräch geht es darum, Vertrauen aufzubauen und für die richtige Atmosphäre zu sorgen, um über alle Sorgen sprechen zu können. Häufig haben die Patienten starke Ängste vor der Behandlungstherapie oder vor einer Wiedererkrankung. Es besteht der Wunsch nach Unterstützung und nach praktischen Hilfen zur Krankheitsbewältigung für sich selbst und ihre Angehörigen. Es werden Hilfestellungen zum Umgang mit der Erkrankung gegeben, Ressourcen aktiviert und Perspektiven aufgezeigt, um eine bestmögliche Lebensqualität zu erhalten. Auch Sterbe- und Trauerbegleitung können die Psychologen und zertifizierten Psychoonkologen Josephine Uiffinger und Axel Thalmann geben.

Die Sozialpädagogin und Psychoonkologin Jana Giera berät bei sozialrechtlichen Fragestellungen: „Viele Menschen, die sich an uns wenden, fragen sich, ob sie ihre Arbeitsstelle verlieren, wenn sie länger krank sind und wissen nicht, auf welche Sozialleistungen sie Anspruch haben, wie eine Rehabilitationsmaßnahme zu beantragen ist oder wie ein Widerspruch bei einer Antragsablehnung zu formulieren ist.“ Individuelle Beratungen, wie Einzel-, Paar- und Angehörigengespräche sind dabei nur ein Aspekt, den Krebs-Betroffene und Angehörige in Magdeburg und Burg wahrnehmen können. Zudem werden auch Informations- und Gruppenangebote organisiert, z.  B. Entspannungskurse oder Tai Chi, sowie die Teilnahmen am Familieninfotag „Aktiv gegen Krebs“ und der Aktion „Rückenwind bei Lungenkrebs“.

Die seit 2009 jährlich steigenden Beratungszahlen zeigen den psychoonkologischen Bedarf. Um diesem gerecht zu werden, wurde das Angebot der Krebsberatungsstelle seit Mai 2011 dahingehend erweitert, dass eine Außenstelle in Burg (in Kooperation mit der Selbsthilfekontaktstelle Jerichower Land) eröffnet wurde. Die Beratungen für Krebsbetroffene und Angehörige finden einmal wöchentlich statt. „Unser wichtigstes Ziel ist es, die Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Angehörigen zu verbessern“, sagt Prof. Dr. Jörg Frommer, Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie im Universitätsklinikum Magdeburg und Leiter der Krebsberatungsstelle. Zurzeit wird die Krebsberatungsstelle in Magdeburg von der Deutschen Krebshilfe im Rahmen eines Förderschwerpunktprogramms finanziell unterstützt.

Kontaktdaten und Standorte der Krebsberatungsstelle:

Logo Psychosoziale KrebsberatungUniversitätsklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Leipziger Str. 44
Hs. 14, Sekretariat: R. 380
39120 Magdeburg
Tel.: 0391/ 6721241
Email: krebsberatung@med.ovgu.de

Außensprechstunde Universitätsfrauenklinik

Einmal monatlich montags in den Räumen des Magdeburger Krebsliga e.V.
Gerhart- Hauptmann-Str. 35
39108 Magdeburg

Außenstelle Burg

Einmal wöchentlich dienstags  in den Räumen des „Aufbruch“ e.V.
Bahnhofstr. 7
39288 Burg

Letzte Änderung: 01.03.2018 - Ansprechpartner:

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