Aktionstag "Von nix kommt nix! - Universitätsmedizin Sachsen-Anhalt - Eigentum verpflichtet!"

26.10.2016 -  

Liebe Mitarbeiterinnen, liebe Mitarbeiter,
liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
liebe Studierende und Auszubildende,

wir rufen alle Beschäftigten, Studierenden und Auszubildenden der Universitätsmedizin Magdeburg auf, uns am Donnerstag, 27. Oktober 2016, ab 8 Uhr (Treffpunkt Haus 60 a) bei unserem Demonstrationszug zum Domplatz zu begleiten. Dort beginnt um 10 Uhr die Landtagssitzung. Zusammen mit der Universitätsmedizin Halle wollen wir mit unserem Aktionstag unter dem Motto „Von nix kommt nix! Universitätsmedizin Sachsen-Anhalt - Eigentum verpflichtet!“ die Parlamentarier auf das derzeitige Drama der Investitionspolitik für die beiden Universitätsklinika in Sachsen-Anhalt aufmerksam machen.Demo-4073

Gegen Kürzungen im Hochschulbereich sind wir am 29. Mai 2013 schon einmal auf die Straße gegangen. Gemeinsam mit tausenden anderen Beschäftigten und Studierenden haben wir unseren Protest gegen die Sparpläne der Landesregierung bei der Finanzierung der Hochschulen auf dem Domplatz zum Ausdruck gebracht. Dies zeigte Wirkung.

Heute - drei Jahre später - geht es offiziell nicht mehr um die Schließung der Universitätsklinika in Magdeburg oder Halle. Die beiden Standorte sind laut Koalitionsvertrag gesichert, aber es gibt eine neue und für die Zukunft existenzbedrohende Situation: Der exzellente Ruf, aber auch die Betriebssicherheit beider Uniklinika sind in Gefahr. Der Landesrechnungshof hat 2015 angemerkt, dass es für die Entwicklung der Universitätsmedizin vordringliche Aufgabe ist, dass das Land die Universitätsklinika entweder künftig finanziell auskömmlich ausstattet oder Strukturentscheidungen trifft, die mit den zur Verfügung stehenden Mitteln im Einklang stehen. Trotzdem ist die Landespolitik nicht bereit, dringend benötigte Investitionsmittel für uns bereitzustellen und es gibt keine verlässliche Bauplanung.

Trotz jahrelanger Appelle stellt unser zuständiges Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt nur unzureichende Mittel zur Verfügung. Bis 2019 werden uns als Investitionszuschuss pro Jahr lediglich 2,3 Mio. Euro aus dem Landeshaushalt zugesichert und das bei einem jährlichen Umsatz von ca. 320 Mio. Euro, den wir erwirtschaften.

Wir können nicht abwarten, bis es zu Havarien kommt. Bereits jetzt werden dringend sofort medizinische Geräte im Wert von 4,2 Mio. Euro gebraucht, um zu gewährleisten, dass wir unsere Patienten sicher behandeln können. Aktuell sind Geräte im Wert von 7,7 Mio. Euro in einem Alter, in dem damit gerechnet werden muss, dass sie kurzfristig ausfallen werden. Dieser Investitionsstau hat sich über die letzten Jahre aufgebaut und spitzt sich zu, da nun auch die Geräte, die in Haus 60 a/b vor über 10 Jahren neu angeschafft wurden, sukzessive ersatzbeschafft werden müssen. Weitere wichtige Themen sind beispielsweise die Finanzierung des Neubaus des Herzzentrums, das Zukunftskonzept für die Dermatologie und das Ausbildungszentrum.

Wir stellen uns eine Universitätsmedizin in Sachsen-Anhalt vor, die für eine sichere und zeitgemäße Patientenversorgung steht, dass wir forschen, lehren und heilen auf internationalem Niveau, dass wir die Ausbildung der Mediziner und Pflegekräfte attraktiv und zukunftssicher gestalten und dass wir auch weiterhin gute und sichere Arbeitsplätze anbieten können. Dies sind Ziele, die gesellschaftlich notwendig sind, für die wir einstehen und denen gegenüber sich das Land Sachsen-Anhalt nicht verschließen kann.

Wenn das Land Sachsen-Anhalt die erforderlichen Mittel nicht zur Verfügung stellt, besteht nur noch die Alternative, dass in den nächsten Jahren Bereiche der Universitätsmedizin Magdeburg aufgrund des Investitionsstaus geschlossen werden müssen.

Wir wollen keine Bereiche schließen!
Helfen Sie uns, Zukunft zu gestalten!
Kommen Sie mit zum Domplatz!
Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung.

Über organisatorische Details werden wir Sie in den nächsten Tagen informieren. Die Koordination nimmt Herr Feige, Zentrales Projektbüro (Tel. 0391/67-13760, E-Mail: stefan.feige@med.ovgu.de), wahr.

 

Mit den besten Grüßen

 

Dr. med. Jan L. Hülsemann, MBA                            Prof. Dr. med. Hermann-Josef Rothkötter
Ärztlicher Direktor                                                 Dekan
Für den Klinikumsvorstand                                     Für den Fakultätsvorstand

 

Markus Schulze                                                      PD Dr. med. Christine Schneemilch
Personalrat                                                             Personalrat
Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R.                  Otto-von-Guericke-Universität
                                                                              Medizinische Fakultät

 

Hanno Brinkema
Vorsitzender des Fachschaftsrates Medizin

FOTOS: Demo am 29. Mai 2013

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